Im Rahmen einer Hospitation besuchten vier Vertreter*innen der Bundesagentur für Arbeit das KJSW Landshut. Sie gehören zum Fachbereich FGL 13 – Instrumente für junge Menschen. Neben Christina Hirsch (Fachbereichsleiterin), Birgit Kwasniok (Referentin), Anke Giersdorf (Beraterin) und Daniel Schwenn (Berater) kam Kati Döring vom Bundesministerium für Arbeit und Soziales. Sie stammt aus dem Referat Ia2 – Berufsberatung, Ausbildungsvermittlung, Ausbildungsförderung. Die fünf Expert*innen konnten sich beim KJSW einen umfassenden Einblick in die Praxis der Berufseinstiegsbegleitung (BerEb) verschaffen.
Ein zentraler Bestandteil des Besuchs war die Mittelschule St. Nikola, an der verschiedene Gesprächs- und Arbeitsformate stattfanden. In offenen und konstruktiven Gesprächsrunden tauschte sich die Delegation mit der Schulleitung Martin Lobewein und Julia Herrgesell sowie Lehrerinnen und Lehrern über die Zusammenarbeit und die Bedeutung der Berufseinstiegsbegleitung im schulischen Alltag aus. Auch die Frage wie kann die Berufseinstiegsbegleitung künftig noch wirksamer an der Schule verankert werden beschäftigte alle Beteiligten.
Besonders eindrucksvoll waren die direkten Begegnungen mit den Teilnehmenden der BerEb. In Gruppeneinheiten sowie in einer gesonderten Gesprächsrunde berichteten die Schülerinnen und Schüler authentisch über ihre bisherigen Erfahrungen, ihre Entwicklung und die Unterstützung, die sie durch die Berufseinstiegsbegleitung erfahren. Diese persönliche Perspektive verlieh dem Besuch eine besondere Tiefe und verdeutlichte anschaulich die Wirksamkeit des Angebots.
„Ein Gelingensfaktor für die erfolgreiche Berufseinstiegsbegleitung ist die enge Anbindung der Berufseinstiegsbegleitung an der Schule und das vertrauensvolle gute Miteinander der Netzwerkpartner, das haben wir hier in Landshut erlebt“, erklärte Birgit Kwasniok anschließend.
Nach einem gemeinsamen Mittagessen wurde der Austausch im KJSW Landshut fortgesetzt. In einer weiteren Gesprächsrunde kamen die Vertretenden der Bundesagentur für Arbeit und des Bundesministeriums für Arbeit mit der Dienststellenleitung Friedericke Appold, dem Bereichsleiter Reiner Rotzler, einem Vertreter eines Ausbildungsbetriebs, einem Teilnehmer sowie mehreren Berufseinstiegsbegleitenden des KJSW zusammen.
In diesem Rahmen wurden sowohl die praktischen Erfahrungen aus dem Arbeitsalltag als auch strukturelle Fragestellungen und Entwicklungsmöglichkeiten der Berufseinstiegsbegleitung intensiv diskutiert. Der offene Dialog und das große Interesse aller Beteiligten trugen zu einer sehr wertschätzenden und konstruktiven Atmosphäre bei.
Der Besuch unterstreicht die hohe Bedeutung der Berufseinstiegsbegleitung als wichtige Unterstützung für junge Menschen beim Übergang von der Schule in den Beruf. Gleichzeitig bot er wertvolle Impulse für die Weiterentwicklung des Angebots und zeigte eindrucksvoll das Engagement aller Beteiligten vor Ort. Text: Reiner Rotzler
Zum Bild: Die Berufseinstiegsbegleitung ist einer der verschiedenen Bereiche des KJSW in Landshut.