21 Beschäftigte unserer Werkstatt haben gemeinsam mit 16 Studierenden der LMU und der Fachakademie für Heilpädagogik unter Anleitung von Choreograf Alan Brooks fünf Wochen lang jeden Tag geübt. Herausgekommen ist eine knapp einstündige Performance, die am 29. Juli offizieller Bestandteil einer internationalen Tagung war.
Beim 7. Europäischen Kongress der IASSIDD ging es um Forschung und Pädagogik zu intellektuellen und entwicklungsbezogenen Behinderungen. Mehrere hundert Teilnehmende aus ganz Europa und darüber hinaus waren erschienen und sahen die Aufführung mit wachsender Begeisterung. Ebenfalls im Publikum: Die Angehörigen unserer Werkstattbeschäftigten.
Waren auch einige der Solisten vor der Aufführung noch etwas nervös, hielt sie das nicht davon ab, ihr Bestes zu geben und den Saal mitzunehmen. Nach jeder Tanzszene gab es Applaus, nach den Soli steigerte er sich noch einmal. Ibrahim und Rafaels Beiträge begeisterten und rührten das Publikum.
Zuvor hatte Choreograf Alan Brooks betont, dass alle Mitwirkenden wochenlang hart gearbeitet hätten. Sie alle hätten seinen größten Respekt. „Dieses Stück gehört heute Ihnen, dem Publikum. Sie entscheiden, was Sie sehen“, betonte Brooks gegenüber den Anwesenden.
Zuvor hatte der Behindertenbeauftragte der Bundesregierung, Jürgen Dusel, in seiner Begrüßung betont, dass Inklusion ein Menschenrecht sei und dass sie konstitutiv zur Demokratie gehöre.
Gegen Ende der Veranstaltung sorgte Performerin Annette für Heiterkeit. Ihre Mama habe heute Geburtstag, sagte sie, als sie kurz das Mikrophon erhielt. Deshalb bitte sie alle Anwesenden um ein Ständchen. Die Wissenschaftler-Community lachte und sang „Happy Birthday“. Ein spontaner und völlig stimmiger Abschluss einer Performance, die viele engagierte Menschen ermöglicht hatten: Ingrid Karlitschek vom Lehrstuhl für Pädagogik bei geistiger Behinderung einschließlich inklusiver Pädagogik der LMU, Choreograf Alan Brooks, den pädagogischen Leiter der Werkstatt Gerhard Ziesel, den ins Projekt integrierten Studierenden und dem Team des Monsignore-Bleyer-Hauses, das bei den fünfwöchigen Proben hilfreich zur Stelle war, wann immer etwas gebraucht wurde.
Text und Fotos: Gabriele Riffert/KJSW

Alan Brooks.






